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Die Basis erobern: Wenn es nicht um Feuerkraft geht

in Neueinsteiger 17.06.2018 10:55
von Juergen_W64 • Stabsunteroffizier | 381 Beiträge

Das Gefecht ist in vollem Gange. Konflikte und explosive Auseinandersetzungen entwickeln sich überall auf dem Schlachtfeld. Panzer stehen sich in einem Kampf bis zum bitteren Ende gegenüber. Die gegnerische Basis ist verlassen und ungeschützt und auf eurem Bildschirm deutet die Minimap an, dass ihr der einzige Spieler in der Nähe seid. Ihr wisst, dass ihr, da ihr allein seid und 100 Basiseroberungspunkte erzielen müsst. Ihr müsst diese Punkte sammeln, bevor ihr abgeschossen werdet oder ein Gegner euch die Kontrolle über die Basis streitig macht. Euer Bauch sagt euch, dass ihr mit Verstärkung im Rücken eine bessere Chance auf Erfolg hättet.

Der Augenblick ist gekommen: „Soll ich cappen?“

Basiseroberung, besser bekannt als „cappen“, ist ein dynamisches Gefechtselement bei World of Tanks. Das heißt, die beste Strategie in einem beliebigen Gefecht ist nicht zwangsläufig die, jeden Gegner abzuschießen und zu zerstören. Wenn man sich jedoch für eine Basiseroberung entscheidet, ist es wichtig zu wissen, wie dies den Verlauf eines Gefechts beeinflussen kann.

Bei einer Basiseroberung fährt man einfach mit einem Panzer in jenen großen Kreis, der die gegnerische (und die eigene) Basis darstellt und man bleibt solange dort, bis der Eroberungs-Zähler 100 erreicht. Der Eroberungsvorgang kann beschleunigt werden, wenn sich einfach mehrere Panzer im Kreis aufhalten. Wenn ein gegnerischer Schuss einen Panzer trifft, werden alle Eroberungspunkte des getroffenen Panzers zurückgesetzt. Aber ein angemessener Entscheidungsprozess kann eure Erfolg sichern, wenn ihr vorhabt zu cappen.

Obwohl es viele Gelegenheiten gibt, das Element der Basiseroberung erfolgreich einzusetzen, werfen wir zunächst einen Blick auf einige grundlegende Strategien zur Basiseroberung.

Eroberung bei unterlegenem Team: Das überraschende Cappen

Folgendes Szenario: Ungefähr die Hälfte des Gefechtes ist vorbei und euer Team hat zwei oder mehr Panzer verloren. Der Gegner ist darauf konzentriert, euer Team zu vernichten, trotzdem seid ihr noch mit dabei, nur wenige Meter trennen euch von der feindlichen Basis, und die Minimap zeigt, dass der Gegner sich nicht um eure Kartenposition kümmert.

Ihr seht euch eure verbliebenen Teamkameraden an und in diesem Moment wird euch klar, dass ihr in puncto Teamstärke, Feuerkraft sowie in Bezug auf allen anderen taktischen Vorteile wohl nicht mehr aufholen werdet. Aber ihr habt einen echten Positionsvorteil.

Wenn ihr sicher zum Eroberungspunkt (den gegnerischen Außenposten) gelangen könnt, zwingt ihr damit den Gegner zum Rückzug, da sie versuchen werden, euch zu erledigen. Wenn der Gegner sich zurückzieht, können eure übrigen Teamkameraden in die Offensive gehen und den Feind bis zu ihrer Basis zurückjagen. Wenn der Gegner es nicht rechtzeitig zurück zur Basis schafft, ist dies ebenfalls von Vorteil. Dann könnt ihr eurem Team den Sieg sichern, selbst wenn ihr bezüglich Feuerkraft weit unterlegen seid.

Mithilfe einer Basiseroberung kann man hervorragend Druck auf den Gegner ausüben, eine vorteilhafte Position zu verlassen. Es mag euch überraschen, aber obwohl diese Strategie häufig aus der Not heraus angewendet wird, ist sie oft von Erfolg gekrönt.

Basiseroberung in einer Pattsituation: Ninja-Capping

Szenario zwei: euer Team und das gegnerische Team haben sich tief eingegraben. Beide Seiten beherrschen die stärksten Positionen auf ihrer jeweiligen Seite des Schlachtfeldes. Ein paar Salven werden quer über das Kartengebiet gefeuert, aber ansonsten ist die Partie zu einem Geduldsspiel geworden, bei dem jeder darauf wartet, dass die andere Seite einen Fehler macht.

Alle Panzer warten darauf, in Aktion treten zu können, doch aus irgendwelchen Gründen befindet ihr euch plötzlich hinter den feindlichen Linien. Beide Teams greifen an und ein Feuergefecht bricht los. Es herrscht Chaos und niemand bewacht die Basis.

In der Hitze des Gefechts kann sich niemand aus der Deckung wagen, um sich zur Basis zurückzuziehen, entweder ist keine Zeit dafür oder es gibt keine Gelegenheit.

Das ist eure Gelegenheit, euch still und heimlich in die Basis zu begeben. Ihr hofft, dass der Gegner zu sehr in Kämpfe verwickelt ist, um sich gegen eure Basiseroberung zu verteidigen, oder ihr hofft, dass der Gegner möglicherweise zu langsam ist. Ihr werdet es bald herausfinden, da ihr es nun drauf ankommen lasst und die Basis betretet.

Gleichzeitige Basiseroberung: Der Capping-Wettlauf

Ein weiteres Szenario: ihr und euer Freund seid in der Nähe der gegnerischen Basis und ihr fragt euch, ob es an der Zeit ist, den Sieg zu sichern. Im selben Moment seht ihr, wie euer freundlicher Eroberungspunkt-Zähler anspringt -- ein gegnerischer Panzer hat sich in eure Basis begeben.

Aber gemeinsam ist man stark. Macht euch den Fehler des Gegners zunutze: wenn zwei Panzer desselben Teams sich in der gegnerischen Basis befinden und sie nicht Gefahr laufen, beschossen zu werden, könnt ihr gemeinsam die insgesamt 100 Eroberungspunkte schneller erreichen als der einsame Panzer in eurer Basis.

Ermutigt euren/eure Teamkameraden, die gegnerische Basis gemeinsam zu besetzen und seht zu, wie euer Eroberungszähler den des Feindes überholt. Wenn alles gut läuft, gewinnt ihr und eure Teamkameraden das Eroberungs-Wettrennen, ihr verhindert gewissermaßen die Niederlage, indem ihr einfach stillsteht.

Wie ihr seht, kann das effektive Nutzen von Eroberungsgelegenheiten bei World of Tanks richtig viel Spaß machen. Es ist wichtig zu lernen, wie man sich dynamisch an sich stets verändernde Kampfbedingungen anpasst; ein fähiger Panzerkommandant kann in einzigartiger Weise den Ausgang eines Gefechts beeinflussen, wenn er oder sie weiß, wann und wie man cappt.

Rückt aus und besetzt die gegnerische Basis!



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#2

RE: Die Basis erobern: Wenn es nicht um Feuerkraft geht

in Neueinsteiger 20.06.2018 17:28
von JMJ DC reboot • Obergefreiter | 131 Beiträge

Schön erklärt, wie immer halt. Vieleicht solltest du noch anmerken wann es nutzlos ist zu cappen. Ich glaube jeder hier hat das schon erlebt.




Dumm ist der, der Dummes tut.
zuletzt bearbeitet 20.06.2018 17:29 | nach oben springen


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